Schalltomographie
Schalltomographen nutzen die Tatsache, dass die Geschwindigkeit von Körperschall im Holz vom Elastizitätsmodul (Steifigkeit) und der Rohdichte des durchschallten Holzes abhängt.
Die meisten Schäden, welche die Bruchsicherheit von Bäume beeinträchtigen, insbesondere Höhlungen und Weißfäulen, aber auch Braunfäulen und Moderfäulen (diese im fortgeschrittenen Stadium) sind daher mit verminderten Schallgeschwindigkeiten verbunden. Gemessen werden entweder diese oder aber fiktive Schallgeschwindigkeiten, die sich dadurch ergeben, dass der Schall den Weg um den Schaden herum zurücklegt.
Schalltomographen besteht aus einer Reihe von Sensoren (typisch sind 10 bis 14 Stück), die rings um den Stamm befestigt werden und einem Taschen- oder Tablett-PC zur Steuerung und Datenauswertung. Der Ort der Messung wird vom Anwender unter Berücksichtigung der äußerlich erkennbaren Schadsymptome und der konkreten Fragestellung festgelegt. Die Anzahl der Sensoren ergibt sich aus der Größe und Form des untersuchten Baumes. Die Schalleinkopplung in den Holzkörper erfolgt über Messstifte mit 0,8 - 2 mm Durchmesser, die durch die Rinde auf den äußeren Jahrring gebracht werden. Die Sensoren erfassen hoch präzise die Laufzeiten von manuell durch leichtes Klopfen mit einem kleinen Hammer erzeugten Schallimpulsen und leiten sie an den Computer weiter. Da bei jedem Klopfen alle Sensoren in die Schallmessung einbezogen werden, entsteht ein dichtes Netz von Schallgeschwindigkeitsdaten. Bei Verwendung von 10 Sensoren und dreifachem Klopfen je Sensor ergeben sich so 270 Einzelwerte. Aus den Laufzeiten der Stoßwelle und den Distanzen zwischen den Sensoren werden fiktive Schallgeschwindigkeiten errechnet.
PICUS Schalltomograph
Dieses wurde 1999 erstmals vorgestellt und ist wohl weltweit das erste Gerät dieser Art, das für den praktischen Einsatz in der Baumuntersuchung erhältlich war.
Arbotom
Seit einigen Jahren ist mit dem Arbotom ein zweites Produkt dieser Art auf dem Markt.
Fakopp 2D
2007 wurde bei den Deutschen Baumpflegetagen in Augsburg auch ein Schalltomograph aus Ungarn vorgestellt. Die Entwicklungsarbeit begann aber auch bei diesem Gerät bereits in den neunziger Jahren.
