Elektrische Widerstandstomographie
Aktueller Artikel: Fäulediagnose im Frühstadium!
Die elektrische Widerstandstomographie ist ein Verfahren, das ursprünglich in der Geophysik entwickelt wurde um elektrische Leitfähigkeitskontraste im Untergrund zu untersuchen. Seit einigen Jahren setzen wir das Verfahren auch zur Bestimmung von elektrischen Widerständen an stehenden Bäumen ein.
Für die Messung werden 24 Elektroden mit einem Durchmesser von 2 mm in einer Ebene um den Baum angebracht. Mit einem niederfrequenten Wechselstrom von 8.3 Hz und einer dipol-dipol Konfiguration werden danach die scheinbaren elektrischen Widerstände im Stammquerschnitt gemessen und diese Daten anschließend zu einer farblichen Darstellung der wahren elektrischen Widerstände umgerechnet.
Die gesamte Messung inklusive der tomographischen Inversion dauert dabei nicht länger als 20 Minuten.
Mithilfe dieses Verfahrens wird die Verteilung des elektrischen Widerstandes im Stammquerschnitt geschätzt. Dieser hängt u. a. von der Holzfeuchte und der Verteilung von Ionen ab. Beide werden von Fäulen verändert.
